Klinik für Innere Medizin

Klinik für Innere Medizin

Innere Medizin im Herzen des Havellandes

Unsere Medizinische Klinik hat den Schwerpunkt Kardiologie besonders entwickelt, behandelt jedoch Patient:innen mit dem gesamten breiten Spektrum internistischer Erkrankungen und kooperiert eng mit der Notfallversorgung des Hauses.
Bei Diagnostik und Behandlung sind Ihre individuellen Bedürfnisse uns besonders wichtig. Bei Notfällen steht Ihnen an 365 Tagen, 24/7 ein kompetentes und freundliches Team zur Verfügung.

Funktionsdiagnostik

Zentren

Innere Medizin Nauen (Schwerpunkt Kardiologie)

Chefarzt
Prof. Dr. med. Martin Stockburger, FESC, FEHRA
Facharzt für Innere Medizin / Kardiologie

Sekretariat Klinik Nauen
Tel.: 03321 42-1940
Fax: 03321 42-151035

Funktionsdiagnostik
Tel.: 03321 42-1450
Fax: 03321 42-151060

E-Mail: martin.stockburger@havelland-kliniken.de

Innere Medizin Rathenow (Schwerpunkt Gastroenterologie)

Chefarzt
Hauke Krause
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Sekretariat Klinik Rathenow
Tel.: 03385 555-3100
Fax: 03385 555-3109

Funktionsdiagnostik
Tel.: 03385 555-3440
Fax: 03321 42-151060

E-Mail: hauke.krause@havelland-kliniken.de

Ärztliches Team der Medizinischen Klinik I

Prof. Dr. med. M. Stockburger, FESC, FEHRA

Prof. Dr. med. M. Stockburger, FESC, FEHRA

Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Spezielle Rhythmologie, Interventionelle Kardiologie, Herzinsuffizienz
Vorsitzender Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister (B2HIR) e.V.
Fachkunde Strahlenschutz
Dr. med. R. Szczygiel

Dr. med. R. Szczygiel

Leitender Oberarzt

Facharzt für Innere Medizin
Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie
Fachkunde Strahlenschutz
Elena Skarbunov

Elena Skarbunov

Leitende Oberärztin

Ärztin für Innere Medizin

Dr. med. A.-K. Mühlisch

Dr. med. A.-K. Mühlisch

Oberärztin Kardiologie (Schwerpunkt Echokardiographie)

Fachärztin für Innere Medizin
ZB Notfallmedizin
Fachkunde Strahlenschutz
Dr. med. K. Eckert

Dr. med. K. Eckert

Oberärztin Diabetologie

Fachärztin für Innere Medizin, ZB Diabetologie
Fachkunde Rettungsmedizin
Fachkunde Strahlenschutz

Dr. med. C. Roxlau

Dr. med. C. Roxlau

Oberärztin Gastroenterologie

Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie
Fachkunde Strahlenschutz
K. Dittrich

K. Dittrich

Oberarzt Kardiologie (Schwerpunkt Rhythmologie)

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
ZB Notfallmedizin
Fachkunde Strahlenschutz
Dr. med. K. Hegenbarth

Dr. med. K. Hegenbarth

Oberärztin Onkologie

Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämatologie und Onkologie

Dr. med. R. Auge

Dr. med. R. Auge

Oberarzt Kardiologie (Schwerpunkt Koronarintervention)

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
ZB Notfallmedizin
Fachkunde Strahlenschutz
Frank Steinhäußer

Frank Steinhäußer

Oberarzt Kardiologie (Schwerpunkt Devicetherapie)

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Spezielle Rhythmologie und Devicetherapie
Fachkunde Rettungsmedizin und Strahlenschutz

Dr. med. S. Hirsemann

Dr. med. S. Hirsemann

Oberarzt Neurologie

Facharzt für Neurologie

E. Freimark

E. Freimark

Oberarzt Neurologie

Facharzt für Neurologie
ZB Palliativmedizin
Psychoonkologische Betreuung Mia Topalaj

Psychoonkologische Betreuung

Mia Topalaj
Psychologische Psychotherapeutin i.A. (TP/PA)
Onkologische Tagestherapie

Tel.: 03321 42-1670
E-Mail: mia.topalaj@havelland-kliniken.de

Unser Leistungsprofil

Wir bieten ein vielfältiges Spektrum in der Diagnostik und Therapie der allgemeinen internistischen Erkrankungen an. Unser Hauptaugenmerk ist dabei auf die Kardiologie gerichtet, insbesondere auf eine umfangreiche invasive Kardiologie mit moderner Elektrophysiologie, Devicetherapie (besondere Expertise in CRT und CSP) sowie interventioneller Kardiologie (inklusive 24/7 Herzkatheter-Rufbereitschaft bei Herzinfarkten). Für die Untersuchungen stehen in unser Abteilung zwei hochmoderne Herzkatheterlabore zur Verfügung.

Außerdem verfügen wir über eine Gastroenterologie mit hochfrequenten Eingriffen zur Gallenwegstherapie und Endoskopie (inklusive 24/7 Rufbereitschaft bei endosk. Notfällen). Zusätzlich bieten wir eine onkologische Behandlung (inkl. onkologische Tagesklinik) und zertifizierte Diabetologie vor Ort an. Eine 24h/7 Schlaganfallbehandlung (inkl. syst. Lysetherapie in Kooperation mit der Klinik für Intensivmedizin) sowie allgemeiner neurologischer Erkrankungen führen wir ebenso bei uns durch.

Kardiologie
Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)

In der Linksherzkatheteruntersuchung werden die Herzkranzgefäße (Koronararterien) unter Durchleuchtung (Röntgen) mit Kontrastmittel dargestellt. Die Patient:innen sind während der Untersuchung wach, erhalten allerdings zur Sedierung ein Beruhigungsmittel. Während der Untersuchung werden die Patient:innen durch die Untersucher:innen über alle Schritte informiert.

Grundsätzlich gibt es zwei Zugangswege, wobei unsere Untersucher:innen den Zugang über die Handgelenksarterie (A. radialis) rechts bevorzugen und mittlerweile bei über 95% der Untersuchungen durchführen. Gelegentlich wird bei speziellen Indikationen der Zugangsweg über die Leistenarterie (A. femoralis comm.) gewählt. Zur Ergänzung der Koronardiagnosik bei grenzwertigen Engstellen (Stenosen) nutzen wir spezielle Verfahren wie die iFR-Messung (koronarphysiologische Untersuchung, Druckdrahtmessung). Weiterhin werden regelmäßig und routiniert endovaskuläre Ultraschallmessungen der Herzkranzgefäße (IVUS) durchgeführt. Bei entsprechender Stenose wird diese mit Ballons aufgedehnt und ggf. mit einer Gefäßstütze (beschichtete Stents) versorgt, alternativ auch mit medikamentenbeschichteten Ballons (DCB) behandelt. Bei besonders schwer verkalkten Stenosen besteht die Möglichkeit, den Kalk mit einem Bohrer im Herzkranzgefäß zu modifizieren (Rotablation). Sollte ein besonders schwerwiegender Befund an den Herzkranzgefäßen vorliegen, so wird der Fall mit Herzchirurgen im sogenannten Herzteam (Heart-Team) besprochen, um eine Bypass-Operation zu evaluieren. In unseren zwei Herzkatheterlaboren werden pro Jahr ca. 1200 Linksherzkatheteruntersuchungen durchgeführt.

Bei besonderen Fragestellungen wird ein Rechtsherzkatheter durch Zugang der Leistenvene (V. femoralis) durchgeführt. Hierbei werden Druckmessungen der Lungenarterien sowie der rechten Herzhöhlen vorgenommen. Ebenso können Stufenmessungen zur Evaluation eines Kurzschlusses (Shunts) oder des Herzzeitvolumens durchgeführt werden.

Bei Verdacht auf Speichererkrankungen mit myokardialer Beteiligung (z.B. Amyloidose) oder Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) führen wir regelmäßig Myokardbiopsien durch.

Herzschrittmacher- und Defibrillatortherapie (Device-Therapie)

Die Schrittmachertherapie ist eine wichtige Maßnahme zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Ein Schrittmacher ist ein kleines hochmodernes Gerät, welches bei Sedierung und lokaler Betäubung unter den Brustmuskel implantiert wird. Bei Bedarf gibt es elektrische Impulse an den Herzmuskel ab, um einen regelmäßigen Herzschlag zu gewährleisten, v. a. bei langsamem Herzschlag (Bradykardie) oder Pausen des Herzschlags. Somit wird eine suffiziente Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet. Die Schrittmachertherapie ermöglicht es entsprechende Symptome wie z. B. Schwindel, Müdigkeit oder Synkopen (Bewusstlosigkeiten) zu lindern bzw. zu verhindern und optimiert die Lebensqualität der betroffenen Patienten relevant. Ein Schrittmacher verhindert durch seine Funktion ggf. Stürze und in diesem Rahmen auch schwere Unfälle. Wir führen in unseren Herzkatheterlaboren jährlich ca. 250 Schrittmacher- ICD- und CRT-Implantationen erfolgreich durch. Eine besondere Expertise haben wir in der CRT (s.u., Cardiac Resynchronization Therapy, kardiale Resynchronisationstherapie) und im CSP (conduction system pacing – spezielle Schrittmacher nahe des physiologischen Erregungsleitungssystems). Hierbei sind wir ein international anerkanntes Ausbildungszentrum in Linksschenkel-Stimulation (LBBP – left bundle branch pacing). Dies ist ein sehr elegantes Verfahren, bei welchem eine Schrittmacherelektrode aus der rechten Herzkammer durch die Herzscheidewand so nah wie möglich mit der linken Kammer und dem dortigen Erregungsleitungssystem verbunden wird. Dies sorgt für einen synchronen Herzschlag.

Die CRT-Implantation ist eine effektive Möglichkeit der Behandlung für Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und gestörter Koordination beider (linke und rechte) Herzkammern. Ursachen dafür können z. B. eine Störung der Erregungsleitung des Herzens (Schenkelblock) oder der dauerhaften Arbeit eines bereits vorhandenen Herzschrittmachers sein. Bei dieser Therapie wird ein spezieller Schrittmacher mit 3 Sonden implantiert, der die Kontraktionen der rechten und linken Herzkammer synchronisiert. Durch diese elektrische Stimulation (Resynchronisation) wird das Herz wieder effizienter. Die CRT kann somit signifikant entsprechende Symptome eine Herzschwäche wie Dyspnoe (Atemnot) und auch Müdigkeit verbessern. Es gibt die Möglichkeit ein System mit Defibrillatorfunktion (CRT-D) oder ohne Defibrillatorfunktion (CRT-P) zu implantieren. Die Auswahl wird individuell mit jedem Patienten besprochen und die Entscheidung respektiert.

Der implantierbare Cardioverter-Defibrillator (ICD) überwacht kontinuierlich den Herzrhythmus und detektiert lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (z. B. Kammerflimmern) Durch vorprogrammierte Algorithmen versucht der ICD diese Herzrhythmusstörungen zu beenden. Bei Bedarf kann er direkt am Herzmuskel elektrische Schocks abgeben, um den Herzrhythmus zu normalisieren. Somit stellt er eine Art „Wächter“ für den Patienten dar und kann ihm sogar das Leben retten. Ein ICD kann zum Beispiel bei bestimmten Herzerkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod verbunden sind, oder bei fortgeschrittener Herzschwäche indiziert sein. Er spielt somit eine wichtige Rolle bei der Prävention des plötzlichen Herztodes.

Ein Eventrecorder (Ereignisrecorder) ist ein sehr kleines Gerät, welches bei lokaler Betäubung unter die Haut implantiert wird (Dauer ca. 5 min). Da Symptome wie wiederholter Schwindel, Bewusstlosigkeit oder auch Herzrasen auslösende Herzrhythmusstörungen bei manchen Patienten nur sehr selten oder sporadisch auftreten können und mit normalen Verfahren wie Langzeit-EKG nicht zu detektieren sind, zeichnet der Eventrecorder dann über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren die elektrischen Aktivitäten des Herzens auf. Er kann außerdem aktiviert werden, um bei Symptomen die korrelierende Herzaktion aufzuzeichnen. Diese Daten können dann vom Kardiologen im Speicher des Gerätes ausgelesen werden und ermöglichen ggf. eine gezielte Behandlung.

Perikarddrainage

Die Perikarddrainage ist ein Eingriff zur Entfernung von Flüssigkeit aus dem Perikardraum, dem Spalt zwischen Herz und Herzbeutel. Sie wird typischerweise durchgeführt, wenn sich dort Flüssigkeit angesammelt hat, etwa bei einem Perikarderguss im Rahmen einer Grunderkrankung oder bspw. Inflammation (Perikarditis). Dies kann zu einem lebensbedrohlichen Zustand, der sog. Perikardtamponade führen.

Die Drainage erfolgt perkutan unter Ultraschall- oder und Durchleuchtung mit Einführung eines Katheters zur kontinuierlichen Ableitung (Drainage). Ziel ist die Druckentlastung des Herzens, die Verbesserung der Kreislaufsituation sowie ggf. Asservation von Proben. Unser Team kann 365 Tage im Jahr 24/7 notfallmäßig Perikarddrainagen durchführen.

Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen (Elektrophysiologie)
Die Elektrophysiologie ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich mit der elektrischen Aktivität des Herzens befasst und deren Einfluss auf Funktion und Rhythmus des Herzschlags. Innerhalb der Kardiologie spielt die Elektrophysiologie eine entscheidende Rolle bei Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. In unserem Haus können alle Verfahren der Elektrophysiologie durchgeführt werden.

Die Elektrophysiologie nutzt spezialisierte Verfahren, um die elektrische Aktivität des Herzens zu analysieren. Das Elektrokardiogramm (EKG) zur Erfassung der elektrischen Herzsignale über Elektroden auf der Haut. Die Elektrophysiologische Untersuchung (EPU), welche ein minimalinvasives Verfahren darstellt, bei dem spezielle Katheter in das Herz eingeführt werden, um elektrische Signale direkt zu messen und gezielte Stimulationen durchzuführen. Das Langzeit-EKG (Holter-EKG), welches zur Überwachung der Herzaktivität über einen längeren Zeitraum, (24 bis 72 Stunden) genutzt wird sowie  der bereits beschriebene Eventrecorder.

Die EPU ist eine invasive, präzise Methode, bei der dünne Katheter über die Blutgefäße bis ins Herz eingeführt werden. Dabei können elektrische Signale direkt gemessen, Arrhythmien ausgelöst und deren Ursprung genau lokalisiert werden. Während der Untersuchung erhalten Sie eine tiefe Sedierung, sodass Sie nichts spüren werden. Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen richtet sich nach deren Art, Ursache und Schweregrad sowie den individuellen Risikofaktoren des Patienten. Ziel ist es, den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen, Symptome zu lindern und lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern.

Die Katheterablation ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem über Katheter die Gewebebereiche im Herzen, die für die Störungen verantwortlich sind, gezielt verödet werden. Hierbei unterscheidet man die Hochfrequenzablation (Nutzung von Hitze zur Verödung) und die Kryoablation (Einsatz von Kälte zur gezielten Zerstörung fehlerhafter Leitungsbahnen).

Über eine kleine Hautöffnung wird eine Schleuse in die Vene eingeführt. Durch diese werden dünne, biegsame Katheter vorsichtig in das Herz vorgeschoben. Dies geschieht unter Röntgendurchleuchtung, um die exakte Position der Katheter zu überwachen. Die Katheter sind mit Elektroden ausgestattet, die elektrische Signale im Herzen messen und aufzeichnen. Dies ermöglicht es, die normale und gestörte elektrische Erregung des Herzens zu analysieren. Um die Herzrhythmusstörungen gezielt zu untersuchen, wird das Herz durch die Katheter elektrisch stimuliert. Dabei kann der Arzt Arrhythmien gezielt auslösen, um deren Ursprung und Mechanismus zu identifizieren. Die gewonnenen Daten zeigen, ob es eine elektrische Leitungsstörung gibt, wo sie sich im Herzen befindet und wie sie behandelt werden kann. Nach Abschluss der EPU werden die Katheter vorsichtig entfernt, und die Schleuse wird aus der Vene gezogen. Die Einstichstelle wird mit einem Druckverband versorgt, um Nachblutungen zu vermeiden. Am Folgetag kann der Patient regelhaft morgens nach Hause gehen.

Folgende Untersuchungen und Ablationen werden hochfrequent bei uns durchgeführt:
1. Diagnostische Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
2. Ablation der AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT) und Ablation von Leitungsbahnen (AVRT, z. B. WPW-Syndrom)
3. Vorhofflimmernablation (Pulmonalvenenisolation/PVI)
4. Vorhofflatternablation (Ablation des cavotrikuspidalen Isthmus/CTI)
5. Ablation von Extraschlägen aus der Herzkammer (VES) und Ablation von schnellen Rhythmusstörungen aus der Herzkammer (Ventrikuläre Tachykardien)

Kardiale Bildgebung (Echokardiographie, MRT, CT)
Die Klinik Nauen bietet ein vielfältiges Spektrum moderner kardialer Bildgebung, die eine präzise Diagnostik und dadurch gezielte Therapieplanung ermöglichen. Echokardiographien führen unsere Kardiologen durch. MRT- und CT-Untersuchungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem MVZ „Ihre Radiologen“, welches sich in unserer Klinik befindet, durchgeführt. Durch diese enge Kooperation profitieren unsere Patienten von der Expertise der erfahrenen Radiologen und modernen kardialen Bildgebungsverfahren. Dazu gehören alle modernen Methoden der Echokardiographie mit Ultraschallgeräten (mehrere GE Vivid E95). Die Ultraschalluntersuchungen des Herzens ermöglichen eine umfassende Evaluation der Herzstruktur und -funktion. Man unterscheidet die transthorakale Echokardiographie (TTE), die transösophageale Echokardiographie (TEE, „Schluckultraschall“) sowie Stress- und Kontrastmittel-Echokardiographien. Hierbei führen wir auch modernste Verfahren wie das Speckle-tracking oder 3D-Darstellungen des Herzens durch.

Die Transösophageale Echokardiographie wird bei uns fast ausschließlich in tiefer Sedierung unter stetiger Kontrolle der Vitalparameter durchgeführt. Sie kann aber auch unter lokaler Betäubung beim wachen Patienten erfolgen. Bei der TEE wird eine fingerdicke Ultraschallsonde behutsam bis in die mittlere Speiseröhre vorgeschoben und das Herz von „innen“ in verschiedenen Ebenen betrachtet. Hierbei können die Strukturen des Herzens, insbesondere Herzhöhlen und auch die Herzklappen sehr detailliert beurteilt werden. Beispielsweise können somit Thromben (Blutgerinnsel) im Herzen ausgeschlossen werden und somit eine Rhythmisierung bei Vorhofflimmern ermöglicht werden (Kardioversion).

Die transthorakale Echokardiographie erfolgt ohne Risiken im Liegen am wachen Patienten und ist Teil der Routine-Untersuchung zur Beurteilung der kardialen Funktion und Struktur. Die Stress-Echokardiographie erfolgt wie die Transthorakale Echokardiographie, allerdings wird der Patient zusätzlich belastet. Er muss entweder während des Ultraschalls fahrradfahren (in Rückenlage) oder es wird ein Medikament kontinuierlich zur Steigerung der Herztätigkeit (Dobutamin) über einen venösen Zugang appliziert. In der Kontrastmittel-Echokardiographie wird während der Darstellung des Herzens ein Kontrastmittel über einen venösen Zugang gespritzt um beispielsweise Blutgerinnsel in den Herzhöhlen zu detektieren oder Kurzschlüsse, sog. Shunts, zwischen Herzhöhlen darzustellen.
Ergänzend zur Echokardiographie steht die kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT 1,5 Tesla) zur Verfügung. Diese hochmoderne strahlungsfreie Bildgebung liefert präzise Informationen über die Morphologie, die Gewebestruktur sowie die Durchblutung und Funktion des Herzens. Hierbei kann ggf. die Notwendigkeit einer Kontrastmittelgabe (Gadolinium) oder anderer Medikamente bspw. zum Stresstest (Adenosin) bestehen.
Für eine hochauflösende und nichtinvasive Darstellung der Herzkranzgefäße, die Beurteilung von Kalzifikationen bzw. Stenosen (Engstellen) greifen wir indikationsabhängig auf die kardiale Computertomographie (Kardio-CT) als Alternative zur invasiven Diagnostik (Linksherzkatheter) zurück.

Onkologie
Stationäre Angebote

Unser onkologisches Leistungsprofil zeichnet sich durch eine integrierte ambulante und stationäre Versorgung und eine hohe diagnostische und therapeutische Kompetenz aus. Die patientenzentrierte Ausrichtung und die enge fachübergreifende Abstimmung gewährleisten eine qualitativ hochwertige onkologische Behandlung auf modernem medizinischem Niveau. Sie deckt ein großes Spektrum solider Tumoren und hämatologischer Neoplasien ab.

Wir legen großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Betreuung onkologischer Patientinnen und Patienten. Innere Medizin, Gynäkologie, Urologie, Viszeralchirurgie, Radiologie sowie weitere beteiligte Disziplinen arbeiten eng zusammen. Auch gibt es Kooperationen mit externen Fachabteilungen. So werden bei der ganzheitlichen Betreuung diagnostische, therapeutische und supportive Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Im stationären Setting erfolgt bei Bedarf eine umfassende internistische onkologische Diagnostik. Diese beinhaltet moderne bildgebende Verfahren, eine breite endoskopische Diagnostik (z. B. zur Abklärung gastrointestinaler Tumoren oder tumorbedingter Komplikationen) sowie umfangreiche Laboruntersuchungen. Dadurch können komplexe Krankheitsbilder differenziert abgeklärt und individuell zugeschnittene Therapiekonzepte entwickelt werden.

Ein fester Bestandteil des onkologischen Behandlungskonzepts ist die wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz. In diesem Rahmen werden sämtliche relevanten onkologischen Fälle vorgestellt und gemeinsam von den beteiligten Fachdisziplinen diskutiert. Ziel ist die Festlegung eines evidenzbasierten, abgestimmten Therapiekonzepts, das sowohl kurative als auch palliative Behandlungsansätze berücksichtigt. Bei speziellen Fragestellungen werden onkologische Fälle auch in den Tumorkonferenzen externer onkologischer Zentren diskutiert.

Onkologische Tagestherapie

Dieser zentrale Baustein der onkologischen Versorgung wird als Ermächtigungssprechstunde geführt. So sind wir z. B. befugt, Brustkrebspatientinnen hier qualifiziert wohnortnah hier zu versorgen, obwohl wir kein zertifiziertes Brustzentrum an unseren Kliniken vorhalten. Im ambulanten Setting werden systemische Tumortherapien, insbesondere Chemo-, Antikörper- und Immuntherapien, zielgerichtete Therapien und supportivmedizinische Maßnahmen, durchgeführt. Die Therapien erfolgen nach aktuellen onkologischen Leitlinien unter kontinuierlicher fachärztlicher Betreuung. Die Patientinnen und Patienten werden von onkologisch geschultem Pflegepersonal und Fachschwestern (Breast Care Nurse, Pain Nurse/Algesiologische Fachassistenz) begleitet und engmaschig überwacht. Dadurch können sie stationäre Aufenthalte vermeiden.

In der Tagestherapie wird außerdem eine umfassende ambulante Diagnostik angeboten. Hierzu zählen moderne bildgebende Verfahren auf Überweisung wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) zur Tumorstadienbestimmung, Verlaufsbeurteilung und Therapiekontrolle. Zudem erfolgt eine kardiologische Diagnostik, einschließlich Echokardiographie, insbesondere zur Beurteilung der kardialen Funktion bei potenziell kardiotoxischen Therapien.

Kontakt

Nauen

Mo-Fr von 7:00 bis 15:00 Uhr:

03321/421693 oder 03321/421313

FAX-Nr: 03321 42 151008

E-Mail: OnkologischeTagestherapie@havelland-kliniken.de

 

Rathenow

Montag, Dienstag, Freitag zwischen 6:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Telefonnummer: 03385 555 3254

Faxnummer: 03385 555 3258

E-Mail: GynOnko-Rathenow@havelland-kliniken.de

Diabetologie
Behandlungsschwerpunkte

Diabetes ist eine häufige und manchmal leider auch heimtückische Erkrankung, die in unserer Klinik zu den Behandlungsschwerpunkten zählt.

Ein erfahrenes Diabetes-Team behandelt umfassend alle Patienten, die wegen einer Stoffwechselentgleisung und/oder der Folgekomplikationen des Diabetes (Herz-, Nieren- und Augenerkrankungen, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beinarterien, Störungen des Nervensystems u.a.) einer Krankenhausbehandlung bedürfen.

Doch nicht nur in der Medizinischen Klinik, sondern in allen Fachabteilungen des Krankenhauses unterstützt unser Team die Diabetesbehandlung, denn jeder Diabetiker ist durch eine akute Erkrankung besonders gefährdet, z. B. bei Infekten, notwendigen Nüchternphasen sowie in der Zeit vor, während und nach einer Operation. Hier gilt es, zu niedrige und zu hohe Blutzuckerwerte, Wundheilungsstörungen und eine Schwäche der körpereigenen Abwehrfunktionen zu vermeiden.

Aus einer Vielzahl an Therapiemöglichkeiten wählen wir gemeinsam mit dem Patienten eine ganz individuelle Behandlung aus und geben Empfehlungen für die ambulante Weiterbehandlung. Durch eine routinemäßige Blutzuckerkontrolle bei allen Patienten können sogar auch bisher noch nicht bekannte Diabeteserkrankungen entdeckt und frühzeitig behandelt werden. In enger Zusammenarbeit mit unserem Wundteam versorgen wir fachgerecht alle Wunden – von der „Bagatellverletzung“ bis zum Diabetischen Fußsyndrom – nach den Standards des modernen Wundmanagements.

Als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland erhielten wir im Oktober 2013 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft das Qualitätssiegel „Klinik für Diabetespatienten geeignet“. Seitdem wurde unsere Klink regelmäßig erfolgreich rezertifiziert, zuletzt 2025.

Neurologie
neurologische Betreuung

Gemäß den Vorgaben des Landeskrankenhausplans verfügt die Klinik Nauen über keine eigenständige Klinik für Neurologie. Dennoch ist die neurologische Expertise ein fester und essenzieller Bestandteil der medizinischen Versorgung zahlreicher Krankheitsbilder. Die in unserer Klinik angestellten Fachärzte für Neurologie sind interdisziplinär eingesetzt. Die neurologische Betreuung erfolgt konsiliarisch und flächendeckend im gesamten Haus. Unsere Neurologen betreuen täglich stationäre Patientinnen und Patienten anderer Fachabteilungen und unterstützen bei der Diagnostik, Therapieplanung sowie im Verlauf komplexer internistischer, chirurgischer und intensivmedizinischer Erkrankungen. Dabei stehen sie sowohl den Patientinnen und Patienten als auch deren Angehörigen beratend während und nach der Therapie zur Seite.

Schlaganfallversorgung

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Schlaganfallversorgung. In Nauen besteht eine 24 /7 Betreuung von Schlaganfallpatienten. Außerhalb der regulären Arbeitszeiten erfolgt die neurologische Betreuung durch erfahrene neurologische Fachärzte des ANNOTeM-Netzwerks mittels Teleneurologie. Diese Struktur ermöglicht eine durchgehende Versorgung inklusive der Möglichkeit zur systemischen Lysetherapie.

Die erforderliche notfallmäßige Bildgebung steht jederzeit zur Verfügung. Dazu gehören 24h/7 CCT- und CTA-Untersuchungen des Schädels sowie ebenfalls rund um die Uhr verfügbare kranielle MRT-Untersuchungen, unter anderem bei sogenannten Wake-up-Strokes. Auf diese Weise kann eine zeitnahe und differenzierte Entscheidungsfindung gemäß geltender Leitlinien gewährleistet werden.

Weitere diagnostische Leistungen der Neurologen umfassen die Ultraschalluntersuchung der extra- und intrakraniellen Gefäße (ECD/TCD), die Elektroenzephalographie (EEG) sowie die Lumbalpunktion (Liquorpunktion) zur Abklärung entzündlicher, vaskulärer, epileptischer oder neurodegenerativer Erkrankungen. Auch die Diagnostik und Therapie weiterer neurologischer Erkrankungen erfolgt im Rahmen stationärer Konsile in enger Abstimmung mit den jeweils federführenden Fachabteilungen.

Sollte eine mechanische Thrombektomie oder eine weiterführende, hochspezialisierte neurologische Diagnostik oder Therapie erforderlich sein, bestehen etablierte und enge Kooperationen mit neurologischen Fachabteilungen überregionaler Zentren, sodass eine rasche Verlegung jederzeit gewährleistet ist.

Insgesamt stellt das neurologische Leistungsprofil der Havelland Kliniken eine hochwertige interdisziplinäre neurologische Versorgung sicher, die insbesondere in der Schlaganfallbehandlung, der konsiliarischen Expertise und der engen Vernetzung mit externen Spezialzentren ihre Stärke entfaltet.

Gastroenterologie
Der Fachbereich Gastroenterologie befasst sich mit einer ganzen Vielzahl unterschiedlicher Verdauungsorgane, ihrem Zusammenspiel und ihren unterschiedlichen und teilweise sehr komplexen Krankheitsmechanismen. Wir arbeiten sehr eng zusammen mit den anderen Fachkliniken des Hauses, insbesondere mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dem MIC-Zentrum, dem Adipositaszentrum und der onkologischen Tagestherapie.

Die für die Diagnostik und Therapie von gastrointestinalen Erkrankungen notwendige hochmoderne technische Ausrüstung (Endoskopie, Sonographie) halten wir in unserer Funktionsdiagnostik vor.

Sonographie ist die Anwendung von Ultraschallwellen als bildgebendes Verfahren zur Darstellung der inneren Organe und ihrer krankhaften Veränderungen. Das Verfahren ist schmerzfrei, strahlenfrei und nichtinvasiv.

Endoskopie (auch Spiegelung genannt), also Betrachtung der Körperhöhlen und Hohlorgane über in den Körper eingeführte flexible Instrumente ist eine der wichtigsten Methoden für die Erkennung und gegebenenfalls gleich Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Für Notfallsituationen, beispielweise Blutungen oder Fremdkörper steht ein endoskopischer 24-Stunden-Rufbereitschaftsdient zur Verfügung.

Ergänzend zu der stationären Patientenversorgung bieten wir viele endoskopische Leistungen auch ambulanten Patienten an.

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD)
Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm einschließlich Entnahme von Gewebeproben. Die Untersuchung kann um weitere spezielle Techniken (Färbeverfahren, Zoom-Endoskopie, digitale Chromendoskopie), welche die Diagnostik der Schleimhautveränderungen erleichtern ergänzt werden oder mit verschiedenen Therapieverfahren (Blutstillung, Polypenentfernung, Stentimplantation) kombiniert werden.
Koloskopie mit Ileokoloskopie
Spiegelung des gesamten Dickdarms und des angrenzenden Segments des Dünndarms (Ileokoloskopie) einschließlich Entnahme von Gewebeproben, Polypenentfernung und anderen therapeutischen Verfahren (Blutstillung, Erweiterung von Engstellen).
Rektoskopie
Spiegelung des Enddarms, ggf. ergänzt um weitere therapeutische Verfahren.
Endoskopische Sonographie (Endosonographie)
Bildgebendes Verfahren, bei welchem eine am Ende eines dünnen, flexiblen Endoskops integrierte Ultraschallsonde durch natürliche Körperöffnungen eingeführt wird um sehr präzise Bilder von inneren Organen zu erstellen. Diese Untersuchung ermöglicht eine detaillierte Beurteilung von Tumoren, Detektion von kleinsten Steinen im Gallengang und kann um ultraschallgesteuerte Gewebeprobenentnahme ergänzt werden.
Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP)
Untersuchung der Gallengänge mit Hilfe eines Endoskops, welches über den Magen bis in den Zwölffingerdarm eingeführt wird, wo der Gallengang einmündet. Anschließend wird über einen Katheter ein Kontrastmittel in das Gallengangsystem injiziert und mittels Röntgenstrahlen die Gallengänge dargestellt. Die ERCP dient aktuell ausschließlich zur endoskopischen Therapie der Gallenwege, etwa zur Entfernung von Steinen oder Behandlung von Engstellen oder Leckagen.
Implantation von Ernährungssonden
Endoskopisch kontrollierte Einlage von transnasalen Ernährungssonden in den Dünndarm, oder Anlage einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG).
Endoskopische Therapie
  • Blutstillung: Injektionstechniken, thermische Verfahren (Argon-Plasma-Koagulation), mechanische Blutstillung (Hämoclip-Applikation, Gummibandligatur; OTSC-Clip)
  • Resektionen: Polypektomien, Mukosaresektion
  • Behandlung von Engstellen im Magen-Darm-Trakt: Bougierung, Ballondilatation, Stentimplantation
  • Therapie an den Gallenwegen: Papillotomie (Spaltung des Schließmuskels an der gemeinsamen Mündung des Gallengangs und des Bauchspeicheldrüsengangs in den Dünndarm), Lithotripsie (Steinzertrümmerung), Steinentfernung, Bougierung, Stenteinlage
  • Entfernung von Fremdkörpern

Funktionsdiagnostik

Diese Abteilung ist der Medizinischen Klinik angegliedert. Die für die Diagnostik und Therapie von gastrointestinalen Erkrankungen notwendige hochmoderne technische Ausrüstung (Endoskopie, Sonographie) halten wir in unserer Funktionsdiagnostik vor.

Die modernen Diagnose¬techniken können von allen Fachkliniken genutzt werden und stehen auch für ambulante Untersuchungen zur Verfügung.

Hauptaufgabe der Funktionsdiagnostik ist es, den Zustand der inneren Organe zu ermitteln. In manchen Fällen ist dies genauer als mit Röntgenaufnahmen möglich, z. B. durch Ultraschall oder endoskopische Untersuchungen.

Dr. med. R. Szczygiel

Oberarzt
Dr. med. Robert Szczygiel
Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Gastro-Enterologie

Sekretariat Klinik Nauen
Tel: 03321 42-1450
Fax: 03321 42-151060

E-Mail: robert.szczygiel@havelland-kliniken.de

Chefarzt
Hauke Krause
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Sekretariat Klinik Rathenow
Tel: 03385 555-3440
Fax: 03385 555-3109

E-Mail: hauke.krause@havelland-kliniken.de

Leistungsprofil
Endoskopische Untersuchungen und Therapien

Endoskopische Untersuchungen und Therapien

  • Gastroskopie (Magenspiegelung) einschließlich lokaler Blutstillung
  • Koloskopie (Darmspiegelung)
  • Fremdkörperentfernung, speziell in Speiseröhre und Magen
  • endoskopische Polypenabtragung (bei Magen- oder Darmspiegelungen)
  • PEG-Ernährungssonden-Einlage
  • ERCP* einschließlich endoskopischer Papillotomie
  • Leberpunktion nach Menghini
  • ultraschallgestützte Organpunktionen
  • laparoskopische Diagnostik (Bauchspiegelung) in Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik

* Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP)
Mithilfe einer Endoskopie kann der Arzt ohne einen großen chrirurgischen Eingriff in Körperhöhlen und Hohlorgane blicken, Krankheiten erkennen und sie gegebenenfalls gleich behandeln.

Im Deutschen wird für die Endoskopie oft der Begriff der Spiegelung verwendet. Man spricht dann beispielsweise von einer Magen- oder Darmspiegelung.

Durchgeführt wird eine Endoskopie mit einem Endoskop. Dieses besteht aus einer Beleuchtungseinrichtung mit Kaltlicht und einem optischen System (Kamera). Kaltlicht wird verwendet, um Hitzeschäden an den zu untersuchenden Organen zu vermeiden. Das optische System leitet das Licht von der Lichtquelle an der Spitze des Endoskops zum untersuchenden Arzt. Dabei kann die Blickrichtung des Arztes sowohl geradeaus gerichtet als auch um bis zu 45° abgewinkelt sein. Ein Endoskop kann je nach Einsatzgebiet und Befund starr, das heißt aus einem festen Rohr, oder flexibel, also ein biegsamer Schlauch, sein.

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