Klinik für Geriatrie

Geriatrie bedeutet Altersheilkunde und verfolgt einen ganzheitlichen „integrativen“ Behandlungsansatz. Deswegen ist auch unser Behandlungsteam, multiprofessionell zusammengesetzt. Alle Mitglieder sind qualifiziert und motiviert, sich des im Alter, aber auch am Alter erkrankten Menschen besonders anzunehmen. Dabei spielt das Erkennen und Behandeln von Multimorbidität – also der gleichzeitigen Anwesenheit verschiedener Krankheits- oder Beeinträchtigungszustände – eine besondere Rolle.

Bei der Behandlung kommen die technischen Möglichkeiten der modernen Medizin im Akutkrankenhaus zum Einsatz. Dabei achten wir auf die erhöhte Empfindlichkeit älterer Menschen und die eingeschränkte Belastbarkeit ihres Organismus.

Zentren

Max-Alfred Schaudig
Chefarzt Geriatrie Nauen und Rathenow
Max-Alfred Schaudig
Facharzt für Innere Medizin / ZB Geriatrie

Sekretariat Klinik Nauen
Tel.: 03321 42-1315
Fax: 03321 42-151035

Sekretariat Klinik Rathenow
Tel.: 03385 555-3100
Fax: 03385 555-3109

E-Mail: max-alfred.schaudig@havelland-kliniken.de

Weitere Ansprechpartner

Klinik Rathenow – Leitende Oberärztin

Dr. med. Elvisa Hodžić Mustafic
Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie / ZB Palliativmedizin

Klinik Rathenow – Oberarzt Geriatrische Klinik

Manuel Cossa
Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie

Klinik Nauen – Oberärztin

Sabrina Wörl
Fachärztin für Innere Medizin
ZB Geriatrie

Diagnostik und Behandlungsziele
Geriatrisches Assessment
…meint eine umfangreiche Aufnahme-Diagnostik zur Bestimmung von Gesundheitszustand Mobilität, Alltagskompetenz / Selbständigkeit, Stimmung, Hirnleistung und Sozialem Umfeld.
Unser multiprofessionelles geriatrisches Team
  • behandelnder Arzt
  • speziell ausgebildetes Pflegepersonal
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie / physikalische Therapie
  • Logopäde/in
  • Psychologe/in
  • Entlassmanagement
  • Sozialarbeiter/in

 

Therapieplanung
…individuell auf den Patienten/in und seinen/ihren Bedürfnissen, Ressourcen und Kompetenzen abgestimmt.

  • regelmäßige ärztliche Visite
  • regelmäßige Beratung im behandelnden Team mit Festlegung wöchentlicher Ziele
  • medizinische Behandlung und Frührehabilitation erfolgen parallel
  • Angehörige werden in den Behandlungs- und Entlassungsprozess mit einbezogen

Sind die Möglichkeiten der Hilfe ausgeschöpft, gehört zur Behandlung am Ende des Lebens die angemessene Versorgung des/der Patienten/in im Sinne der Palliativmedizin.

Ziele der geriatrischen Behandlung
  • Heilung bzw. Besserung von Krankheitserscheinungen
  • Erhaltung / Wiederherstellung größtmöglicher Selbstständigkeit
  • Erhaltung / Wiederherstellung der Fähigkeit zu selbstbestimmter Lebensführung
  • Erhalt / Verbesserung der „Funktionalität“
  • Erhalt / Verbesserung der körperlichen, geistigen und seelischen Leistungsfähigkeit
  • Erhalt / Verbesserung der Alltagstauglichkeit
  • Minderung oder Verhinderung von Pflegebedürftigkeit
  • Wiedererlangung / Erhalt größtmöglicher Lebensqualität
Behandelte Erkrankungsbilder
Übersicht
  • Gangstörungen / häufige Stürze
  • Gebrechlichkeit
  • Schwindel
  • chronische Schmerzen
  • Delir
  • akute Erkrankung mit / bei Verwirrtheit
  • Demenz / Hirnleistungsstörungen
  • Störungen im Elektrolythaushalt
  • Infektionserkrankungen (Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen, Sepsis)
  • Herz- und Kreislauferkrankungen (Herzschwäche, Herzinfarkt, pAVK, VHF)
  • Lungenerkrankungen (COPD / Asthma bronchiale)
  • Schlaganfall (mit Lähmung, Sprach-, Schluck-, Orientierungsstörung oder Verlust von
    Selbstständigkeit)
  • Parkinson-Krankheit
  • Erkrankungen des Skeletts und Bewegungsapparates (Osteoporose, Arthrose,
    rheumatische Erkrankungen, Rückenleiden)
  • Folgezustände nach Operation / Knochenbruch
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Polyneuropathie (PNP)
  • benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS)
  • Depression / Antriebsstörung
  • Störungen im Tag-Nacht-Rhythmus unterschiedlicher Genese
  • Schlafstörungen
  • chronische Wunden
  • Ernährungsstörungen
  • zögerliche Erholung (Rekonvaleszenz) nach schwerer Erkrankung

 

Therapeutische Angebote
Physiotherapie / Physikalische Therapie in der Geriatrie
In unserem Haus kommen Behandlungsverfahren aus der Physiotherapie und der Physikalischen Therapie gleichermaßen zum Einsatz. Beides sind Sammelbegriffe für eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieverfahren, die alle ein Ziel verfolgen: die Wiederherstellung von natürlichen Körperfunktionen.

In der Physiotherapie wird mit unterschiedlichen Methoden an der Erhaltung, der Verbesserung bzw. der Wiederherstellung von „Mobilität“, als Grundfähigkeit des Lebens, gearbeitet. Ob nach einem Knochenbruch, dem Einsetzen eines neuen Hüft- oder Kniegelenkes, bei Beschwerden an der Wirbelsäule, nach einem Schlaganfall oder anderen Erkrankungen, die mit einem Verlust an Mobilität einher-gehen, sorgen unsere erfahrenen Physiotherapeuten durch individuelle Übungsprogramme für eine bestmögliche Wiederherstellung der beeinträchtigten Körperfunktionen. Um Ihre Genesung aktiv zu unterstützen, können wir auf ein breites Spektrum von krankengymnastischen Behandlungsmethoden zurückgreifen.

Die Physikalische Therapie beschreibt die Behandlung mit physikalischen (natürlichen) Mitteln. Wasser, Wärme, Kälte, Massage oder Elektrizität wirken über die „Angriffsfläche“ Haut in ganz unterschiedlicher Weise und unterstützen oder ergänzen die Maßnahmen der Physiotherapie. Auch in der Physikalischen Therapie können wir verschiedene Behandlungsmethoden an-bieten.

Ergotherapie

Im Vordergrund der ergotherapeutischen Behandlung steht das Bestreben, eine größtmögliche Selbstständigkeit in allen Bereichen des täglichen Lebens zu erreichen.

Die Beweglichkeit soll wiederhergestellt, die Muskulatur gekräftigt, die Geschicklichkeit, die Koordination und das Gleichgewicht trainiert werden. Orientierungs-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen werden behandelt. Alltagsaktivitäten wie das An- und Ausziehen, Körperpflege und alle Hausarbeiten werden trainiert.

Die Behandlung in der Ergotherapie basiert auf verschiedenen Konzepten bzw. Methoden. z.B.:

  • Neurologische Entwicklungsbe-handlung / Bobath-Konzept
  • Kognitiv-therapeutische Therapie / Perfetti
  • Neurotherapeutische Behandlung nach dem Johnstone-Konzept

Therapieangebote:

  • Sensomotorisch/perzeptive Behandlung
  • Neuropsychologische Therapie
  • Hirnleistungstraining
  • Orientierungstraining
  • Beratung und Training im Gebrauch von Hilfsmitteln, deren Herstellung und Anpassung, Selbsthilfetraining
  • Gelenkschutz
Sprachtherapie
Ursache für Sprach- und Sprechstörungen ist eine Hirnschädigung, oft ein Schlaganfall. Patienten mit Sprachstörung haben Schwierigkeiten mit der Planung ihrer Sprache, beim Verstehen sowie beim Lesen und Schreiben. Erhalten sind trotz der Verständigungs-schwierigkeiten die geistigen Fähigkeiten.
Früher Therapiebeginn nach ausführlicher Diagnostik zeigt die größten Erfolge; doch auch nach Jahren sind Verbesserungen noch möglich. Eine Angehörigenberatung begleitet die Therapie, da sich durch die Erkrankung für Betroffene und ihr Umfeld oft das ganze Leben verändert und eine neue Lebensform gefunden werden muss.

Sozialdienst und Entlassmanagement

Der Sozialdienst und das pflegerische Entlassmanagement haben in der Geriatrie einen besonderen Stellenwert. Sie sind am Gelingen der Überleitung des/der Patienten/in mit komplexen Pflegesituationen in die Häuslichkeit oder weiterführende Einrichtungen beteiligt. Die draus resultierenden Versorgungsbedarfe werden professionell ermittelt. Gemeinsam mit dem Patienten und / oder den Angehörigen wird der zu erwartende persönliche Unterstützungsbedarf abgestimmt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Sozialdienst

  • Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung / Betreuungsverfügung
  • Beantragung Grad der Behinderung (GdB)
  • Betreuungsanregung bei Gericht
  • Beratung bei wirtschaftlichen und finanziellen Sorgen
  • Beantragung von Rehabilitations-Maßnahmen
  • ethische Fallkonferenzen
  • Organisation Hospizaufnahme
  • psychosoziale Beratungsgespräche

pflegerisches Entlassmanagement

  • ambulante, teilstationäre und stationäre Anschlussversorgung (Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege)
  • Leistungen der Pflegeversicherung (PG-Antrag, Höherstufung)
  • Hilfsmittel-Versorgung
  • Haushaltshilfe
  • „Essen auf Rädern“
  • Vermittlung von Wohnraum-Beratungen
  • Organisation von SAPV

Klinik Rathenow

Leiterin Sozialdienst

Ulrike Thomaßen
Dipl.Sozialarbeiterin / Dipl.Sozialpädagogin
Psychotherapeutin, Psychoonkologin

Tel.: 03385 555-3011
Fax: 03385 555-3019

E-Mail: ulrike.thomassen@havelland-kliniken.de

Lisa Wischer

pflegerisches Entlassmanagement

Lisa Wischer
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Tel.: 03385 555-3133
Fax: 03385 5553137

E-Mail: lisa.wischer@havelland-kliniken.de

Klinik Nauen

Ramona Boldt

Sozialdienst

Ramona Boldt
Dipl. Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (FH)

Tel.: 03321 42-1126
Fax: 003321 42-1543

E-Mail: ramona.boldt@havelland-kliniken.de

Jennifer Kristens

Entlassmanagement

Jennifer Kristens
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Casemanagement, Pflegeberatung nach SGB XI

Tel.: 03321 42-1470
Fax: 03321 42-1510120

E-Mail: jennifer.kristens@havelland-kliniken.de

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